Glossar A–ZBuchstabe V
Vandalismusschutz (IK-Code)
Vandalismusschutz bezeichnet bauliche Maßnahmen, die Bildschirme und Terminals im öffentlichen Raum vor mutwilliger Beschädigung schützen; die Schlagfestigkeit wird dabei oft mit dem IK-Code angegeben.
Der IK-Code ist in der Norm EN 62262 festgelegt. Er reicht von IK00 für keinen Schutz bis IK10 für den höchsten Schutz.
Jede Stufe steht für eine Schlagenergie, die das Gehäuse aushalten muss, ohne seine Funktion zu verlieren. IK08 entspricht 5 Joule, IK10 entspricht 20 Joule, das ist etwa der Aufprall eines 5 Kilogramm schweren Gewichts aus 40 Zentimetern Höhe. Zum Vandalismusschutz gehören außerdem Schutzglas, verdeckte Schrauben, verschlossene Gehäuse, nicht erreichbare Anschlüsse und eine stabile Befestigung. Gefragt ist er an Bahnhöfen, Haltestellen, Schulen, Stadien und Außenstelen.
Der IK-Code sagt nur etwas über einen einzelnen Schlag aus. Kratzer, Graffiti, Feuer, wiederholte Schläge oder Werkzeuge sind damit nicht erfasst. Er bezieht sich auf das geprüfte Gehäuse oder Glas, nicht automatisch auf das ganze Gerät. Er ist unabhängig von der IP-Schutzart, die Staub und Wasser betrifft. Betreiber sollten den nötigen Schutz nach Standort festlegen und nachfragen, welcher Teil des Geräts mit welcher Stufe geprüft wurde.