Glossar A–ZBuchstabe W
Weißabgleich
Der Weißabgleich ist die Einstellung eines Bildschirms, die festlegt, wie neutral Weiß dargestellt wird, ohne Stich ins Bläuliche oder Gelbliche.
Er wird über die Farbtemperatur in Kelvin beschrieben. Niedrige Werte wirken warm und gelblich, hohe Werte kühl und bläulich.
Als Bezug für Weiß dient bei Videos und den meisten Bildstandards eine Farbtemperatur von etwa 6500 Kelvin. Viele Bildschirme sind ab Werk kühler eingestellt, weil das heller wirkt. In Bildschirmnetzen ist der Weißabgleich vor allem dort wichtig, wo Geräte nebeneinander hängen: In einer Videowand oder einer Reihe von Menübildschirmen fällt jede Abweichung sofort auf, besonders bei weißen Flächen und Firmenfarben.
Der Weißabgleich hängt vom Gerätetyp, vom Alter und von der Fertigungscharge ab. Auch gleiche Modelle können leicht unterschiedlich wirken. Werkseinstellungen und Energiesparmodi verändern ihn oft unbemerkt. Betreiber sollten Bildschirme einer Fläche mit gleichen Einstellungen betreiben, nach einem Gerätetausch abgleichen und bei Videowänden eine Kalibrierung mit Messgerät einplanen.