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Bildschirm im Schaufenster: Helligkeit, Zeiten und Inhalte

Hinter Glas gelten andere Regeln als im Laden. Worauf Händler bei Gerät, Aufstellung, Laufzeiten und Gestaltung achten sollten.

Von , , 3 Min. Lesezeit

Ladenfront im Schnitt: Sonne links, Spiegelung an der Scheibe zur Silhouette einer Person, dahinter ein Bildschirm und Regal
Grafik: Kapaso GmbH

Ein Bildschirm im Laden und einer im Schaufenster teilen sich nur den Namen. Draußen scheint die Sonne, die Scheibe spiegelt, und die Zielgruppe ist in Bewegung. Wer die Laden-Lösung einfach ans Fenster stellt, wundert sich über ein Bild, das nach Mittag nicht mehr zu erkennen ist. Fünf Entscheidungen vor dem Kauf erleichtern das Ergebnis.

1. Das Gerät: Helligkeit zählt mehr als Auflösung

Hinter Glas kämpft der Bildschirm gegen Tageslicht. Maßgeblich ist die Leuchtdichte, angegeben in Candela pro Quadratmeter, kurz cd/m². Geräte für den Innenraum sind oft für ruhiges Licht gebaut, Schaufenstergeräte deutlich heller. Als Beispiel nennt ein Hersteller für ein quadratisches 32-Zoll-Signboard 450 cd/m² und bezeichnet es als geeignet für Schaufenster und Wand. Diese Angabe stammt vom Hersteller und ist nicht gemessen. Wer es genau wissen will, hängt ein Musterbild zur ungünstigsten Tageszeit ins Fenster und sieht aus der Perspektive der Passanten hin.

Eine zweite Frage ist die Bauart. Dauerbetrieb, Wärme hinter Glas und gelegentlich pralle Sonne gehören zum Einsatz. Geräte, die dafür ausgelegt sind, sagen es im Datenblatt.

2. Die Aufstellung: gegen Spiegelung

Die Scheibe zeigt bei Tageslicht auch, was gegenüberliegt. Ein leichter Neigungswinkel des Bildschirms, ein Abstand zur Scheibe und eine abgedunkelte Rückwand verringern das. Der schnellste Test ist ein Foto vom Gehweg aus. Wer das Bild nur auf dem Foto erkennen kann, wird es im Vorbeigehen nicht sehen.

3. Die Zeiten: nicht rund um die Uhr

Nachts leuchtet ein Schaufenster vor allem dann nützlich, wenn jemand vorbeikommt. In vielen Straßen ist das nicht der Fall. Betriebszeiten, die den Bildschirm nach Wochentag ein- und ausschalten, sparen Strom. Dabei ist zu bedenken, dass ein Fenster, das abends hell bleibt, werben kann, auch wenn der Laden geschlossen ist. Ob das gewollt ist, entscheidet das Geschäft, nicht die Software. Für Außenwerbung und Leuchtreklame können örtliche Vorschriften gelten; dazu ist dieser Beitrag keine Rechtsberatung.

Inhalte, die sich nach Uhrzeit ändern, passen zum Fenster: morgens das Frühstück, mittags das Tagesgericht, abends die Öffnungszeiten am nächsten Tag. Dafür gibt es in den meisten Systemen Zeitfenster je Inhalt.

4. Die Gestaltung: ein Gedanke pro Bild

Passanten schauen im Gehen für einen Augenblick hin. Gute Schaufensterbilder sagen in dieser Zeit eine Sache: ein Produkt, ein Preis, ein Angebot, eine Einladung. Ein zweiter Gedanke im selben Bild kostet beide.

  • Große Schrift, wenige Wörter. Was nicht aus mehreren Metern lesbar ist, ist für Passanten nicht da.
  • Kontrast statt Zartheit. Feine Linien und blasse Farben verschwinden bei Tageslicht. Dunkler Grund mit heller Schrift oder umgekehrt, aber deutlich.
  • Bewegung sparsam. Ein ruhiges Bild mit einem einzigen Wechsel wirkt hinter Glas stärker als eine Folge kleiner Effekte.
  • Ein Ziel. Wer hineinkommen soll, sagt, was ihn drinnen erwartet. Eine Webadresse oder ein QR-Code am Fenster erreicht nur wenige und gehört, wenn überhaupt, an die Stelle, an der Menschen stehen bleiben.

5. Die Pflege: das Fenster ist das Schaufenster

Ein Schaufensterbildschirm ist das Erste, was Kunden sehen, und er verzeiht am wenigsten. Ein Aufkleber von letzter Saison oder ein Bild vom vergangenen Aktionstag fällt dort auf, bevor jemand den Laden betritt. Zwei Gewohnheiten helfen: ein Wochenrhythmus, in dem jemand von draußen auf das Fenster schaut, und ein fester Ablauf für den Wechsel der Aktion mit Anfang und Ende.

Wann E-Paper die bessere Wahl ist

Soll im Fenster nur ein ruhiges Standbild stehen, kann ein E-Paper-Schild statt eines Plakats sinnvoll sein: Es wirft Umgebungslicht zurück wie Papier und braucht Strom nur beim Bildwechsel. Dafür kann es keine Videos zeigen, und die Farbauswahl ist begrenzt. Es passt für Preise, Öffnungszeiten und Saisonbotschaften, nicht für bewegte Werbung.

Herausgeber dieses Magazins ist die Kapaso GmbH; der Beitrag beschreibt allgemeine Praxis. Die genannten Herstellerangaben stammen von der Webseite aio-player.de, abgerufen am 03.10.2026.

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