HandelSo geht’s
Die Zentrale gestaltet, die Filiale trägt nur noch Preis und Text ein
Vorlagen mit festen Feldern trennen Gestaltung und Tagesgeschäft. Der Ablauf in vier Schritten und die Rechte, die er braucht.
Kapaso-Lösung: AIO Hub stammt vom Herausgeber dieses Magazins.

Ein Angebotsbildschirm in der Filiale hat zwei Seiten. Die eine ist die Gestaltung: Schrift, Farben, Platz für das Foto. Sie soll in allen Filialen gleich aussehen und ändert sich selten. Die andere ist der Inhalt: das Angebot der Woche, der Preis, der Name des Mittagsgerichts. Er ändert sich ständig, und wer ihn kennt, steht im Laden und nicht in der Zentrale.
Solange beides in einer Datei steckt, landet jede Preisänderung bei der Person, die das Grafikprogramm bedienen kann. Vorlagen mit festen Feldern lösen diese Kopplung. Wie das in der Digital-Signage-Software AIO Hub von Kapaso abläuft, zeigt dieses Beispiel: eine Bäckerei mit zwölf Filialen und einem Wochenangebot.
Schritt 1: Die Zentrale baut die Vorlage
Im Editor entsteht das Layout einmal. Dabei wird festgelegt, welche Stellen später ausfüllbar sind, etwa Produktname, Preis und Foto. Alles andere ist für die Filiale gesperrt.
Schritt 2: Die Filiale füllt eine Variante aus
Unter dem Menüpunkt „Vorlagen“ wählt die Filialleitung die Vorlage und legt eine neue Variante an. Sie sieht ein Formular mit den vorgesehenen Feldern und daneben die Vorschau. Am Design ändert sich nichts. Das geht im Browser, auch am Smartphone.
Schritt 3: Die Variante kommt in die Playliste
Die fertige Variante liegt im Medienpool wie ein Bild oder ein Video und lässt sich in eine Playliste einsetzen. Die Playliste ist einem Bildschirm oder einer ganzen Filialgruppe zugeordnet.
Schritt 4: Nächste Woche nur die Werte tauschen
Am Montag öffnet die Filiale dieselbe Variante und ändert die Werte. Der Bildschirm zeigt die neue Fassung beim nächsten Abruf; wie oft ein Gerät nachfragt, wird je Gerät eingestellt.
Wer was darf
Der Ablauf funktioniert nur, wenn die Rechte dazu passen. Drei Einstellungen sind dafür da:
- Wer ausfüllen darf. Der Verwalter gibt eine Vorlage für einzelne Personen, ganze Firmen oder Rechtegruppen frei.
- Ausfüllen oder gestalten. Je Rechtegruppe wird festgelegt, ob jemand nur Vorlagen ausfüllt oder den vollen Editor benutzt.
- Eigene Bildschirme, eigene Inhalte. Jeder Bereich kennt zwei Stufen, Ansehen und Verwalten. Eine Filiale pflegt so ihre Bildschirme, ohne die der Nachbarfiliale zu sehen.
Die Varianten der Kollegen aus derselben Firma sind in einer Liste sichtbar und lassen sich filtern: alle, eigene, die von Kollegen und jene, die gerade in einer Playliste laufen.
Zeit und Ort übernimmt der Plan
Was wann läuft, steht nicht in der Vorlage, sondern im Zeitplan der Playliste. Zeitfenster werden in einer Kalenderansicht aufgezogen: morgens die Frühstückskarte, mittags der Mittagstisch. Die Software kennt die Feiertage jedes Bundeslandes; eine Regel kann zum Beispiel festlegen, dass an Feiertagen die Öffnungszeiten erscheinen.
Wo die Grenze liegt
Eine Vorlage nimmt der Filiale die Gestaltung ab, aber auch die Freiheit. Braucht ein Standort ein Feld, das die Vorlage nicht vorsieht, muss die Zentrale sie erweitern. Es lohnt sich deshalb, vor dem Bau der ersten Vorlage mit zwei oder drei Filialen zu klären, was sich bei ihnen tatsächlich jede Woche ändert. Meist sind es weniger Felder, als die Zentrale annimmt, und andere.
Angaben zur Software stehen auf aio-hub.de.
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