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TechnikPlayer im Vergleich

Android, Windows oder Browser: Welcher Player zu welchem Bildschirm passt

Drei Wege, eine Playliste auf den Bildschirm zu bringen. Sie unterscheiden sich bei Einrichtung, Updates und im Verhalten ohne Netz.

Von , , 3 Min. Lesezeit

Kapaso-Lösung: Was dieser Beitrag beschreibt, stammt vom Herausgeber dieses Magazins.

Drei Bildschirme mit gleichem Inhalt: Android-Box, Mini-PC und Notebook mit Browserfenster
Grafik: Kapaso GmbH

Bei der Planung eines Bildschirms steht die Frage nach dem Player selten am Anfang. Meist ist ein Gerät schon da: der Bildschirm mit eingebautem Android, der Büro-PC hinter dem Empfang, das Terminal an der Maschine. Die Software muss sich danach richten. Der Hersteller Kapaso bietet für seine Verwaltungssoftware AIO Hub drei Player an. Alle drei spielen dieselben Playlisten und werden an derselben Stelle verwaltet. Der Vergleich zeigt, worin sie sich unterscheiden.

Android: das Gerät als geschlossene Einheit

Die App läuft auf Android-Boxen und auf Bildschirmen mit eingebautem Android. Auf Geräten, die der Hersteller liefert, ist sie vorinstalliert. Der Kiosk-Modus sperrt Einstellungen und andere Apps; auf Touch-Bildschirmen lassen sich Webseiten bedienen, ohne dass jemand das Gerät verlassen kann.

Aus der Verwaltung heraus lassen sich Neustart, Ein- und Ausschalten des Bildschirms nach Zeitplan, Drehung und Auflösung steuern. Auch das Update der App kommt über die Verwaltung. Hängt die Wiedergabe, startet ein Wächter sie neu.

Passt, wenn ein neuer Bildschirm angeschafft wird oder das Gerät ohnehin Android mitbringt, und wenn niemand vor Ort eingreifen soll.

Windows: der vorhandene PC

Der Windows-Player läuft auf einem PC, der einen Bildschirm ansteuert. Er wird per Setup installiert, startet mit dem Rechner und hält sich im Vordergrund. Die Installationsdatei trägt eine Windows-Signatur des Herstellers. Updates kommen als Paket über die Verwaltung; der Player prüft das Paket, bevor er es einspielt.

Medien legt er auf der Festplatte ab und spielt bei Netzausfall von dort weiter. Auch den Neustart von Windows und einen Zeitplan für den Bildschirm nimmt er als Auftrag aus der Verwaltung entgegen.

Passt, wenn ein Windows-PC bereits am Bildschirm hängt, wenn die IT nur Windows-Geräte betreut oder wenn auf dem Rechner noch andere Programme laufen müssen.

Browser: ein Link genügt

Der dritte Weg braucht keine Installation. In der Verwaltung wird ein Player angelegt, der einen eigenen Link bekommt. Wird der Link am Bildschirm-Rechner in Chrome oder Chromium geöffnet, spielt der Browser die Playliste im Vollbild. Der Rechner kann unter Windows, macOS oder Linux laufen. Der Link lässt sich sperren oder neu erzeugen, etwa nach einem Gerätetausch. Im AIO Hub heißt dieser Weg Bildschirm-Link; er wird je Firma freigeschaltet und ist dort mit einem Passwort geschützt.

Die Grenze liegt beim Betrieb ohne Netz. Startet der Rechner ohne Verbindung, spielt der Browser-Player den letzten gültigen Spielplan höchstens zwölf Stunden weiter. Ältere Pläne zeigt er bewusst nicht.

Passt, wenn ein Bildschirm schnell und ohne Installation in Betrieb gehen soll, etwa ein Monitor im Besprechungsraum, oder wenn das Betriebssystem weder Android noch Windows ist.

Was bei allen gleich ist

  • Inbetriebnahme. Android- und Windows-Player zeigen beim ersten Start einen Code, der in der Verwaltung eingetragen wird. Der Browser-Player wird in der Verwaltung angelegt.
  • Playlisten und Zeitpläne. Alle drei bekommen dieselben Listen; ein Netz kann die Arten mischen.
  • Lizenz. Die Player-Lizenzen sind nach Angaben des Herstellers in jedem Paket der Verwaltungssoftware enthalten.

Worin sie sich unterscheiden

  • Steuerung des Geräts. Android- und Windows-Player nehmen Aufträge wie Neustart und Bildschirmplan an. Ein Browserfenster kann den Rechner darunter nicht steuern.
  • Ohne Netz. Android und Windows spielen aus dem eigenen Speicher weiter und zeigen nach einer einstellbaren Frist, in der Vorgabe 30 Tage, einen Hinweis statt veralteter Inhalte. Der Browser-Player hört nach zwölf Stunden auf.
  • Pflege. Wer einen PC betreibt, pflegt auch dessen Betriebssystem. Eine geschlossene Android-Box nimmt dem Betreiber diesen Teil weitgehend ab, lässt aber auch weniger Eingriffe zu.

Faustregel

Für neue Bildschirme im Laden ist die Android-Einheit der kürzeste Weg. Für vorhandene PCs im Betrieb ist es der Windows-Player. Der Browser-Player ist die Lösung für alles, was schnell gehen muss oder sonst nirgends hineinpasst.

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