HandelQR-Code
QR-Code am Bildschirm: Wann er etwas bringt
Ein Code auf dem Bildschirm braucht Zeit, Größe und ein Ziel, das sich auf dem Handy lohnt. Vier Prüffragen vor dem Einbau.

Auf Bildschirmen im Handel und in Wartebereichen steht immer öfter ein QR-Code, und nicht selten wird er nie gescannt. Das liegt selten am Code, meist an seiner Lage. Vier Fragen klären vor dem Einbau, ob er etwas bringt.
1. Hat jemand Zeit? Ein Code braucht Sekunden: Handy aus der Tasche, Kamera öffnen, zielen, warten. Im Vorbeigehen am Schaufenster gelingt das fast nie, im Wartebereich oder an der Kasse schon. Der Code gehört dorthin, wo Menschen stehen bleiben oder sitzen.
2. Ist er groß genug und lange genug da? Auf einem Bildschirm, der alle paar Sekunden wechselt, ist ein kurz aufblitzender Code nutzlos. Er sollte ruhig stehen, einen hellen Rand haben und aus der Position der Menschen erfasst werden.
3. Lohnt sich das Ziel auf dem Handy? Wer scannt, erwartet eine Seite für das Telefon, die sofort lädt und die versprochene Sache zeigt: den Termin, das Menü, das Formular. Eine Startseite, auf der man erst suchen muss, enttäuscht.
4. Sagt ein Satz, was passiert? „Hier scannen“ genügt nicht. „Termin buchen“ oder „Speisekarte ansehen“ nennt den Nutzen.
Zwei Hinweise aus dem Betrieb: Der Code sollte gelegentlich geprüft werden, denn Ziele ändern sich. Und wer Besucher zählen will, tut das über die Zieladresse, nicht über Angaben zur Person; das ist eine Frage für die Datenschutzbeauftragten, und dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung.
Herausgeber des Magazins ist die Kapaso GmbH; der Beitrag bezieht sich auf kein Produkt.


