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E-Paper im Laden: Das Schild braucht nur Strom, wenn sich das Bild ändert

Farbige E-Paper-Anzeigen ersetzen Plakat und Preisschild, aber keinen Bildschirm. Wie die Technik arbeitet und wofür sie sich eignet.

Von , , 3 Min. Lesezeit

Kapaso-Lösung: Was dieser Beitrag beschreibt, stammt vom Herausgeber dieses Magazins.

E-Paper-Schild mit buntem Angebot auf der Theke, daneben ein abgezogener Stecker
Grafik: Kapaso GmbH

Ein Plakat im Schaufenster ist billig, bis es gewechselt werden muss. Dann kostet es Druck, Versand und jemanden, der auf die Leiter steigt. Ein Bildschirm löst das, braucht aber eine Steckdose, leuchtet in den Abend hinein und spiegelt bei Sonne. Zwischen beiden liegt eine Technik, die im Handel bisher vor allem vom kleinen Preisschild am Regal bekannt ist: E-Paper.

Wie E-Paper arbeitet

Ein E-Paper-Display leuchtet nicht selbst. Es wirft das Umgebungslicht zurück wie bedrucktes Papier. Das Bild bleibt stehen, auch wenn kein Strom fließt; Energie braucht das Display nur, um ein neues Bild zu laden und anzuzeigen. Dazwischen schläft die Elektronik.

Daraus folgen die beiden Eigenschaften, die im Laden zählen. Das Schild ist bei hellem Licht gut lesbar, weil nichts gegen die Sonne anleuchten muss. Und es passt dorthin, wo ein leuchtender Bildschirm stören würde, etwa in ein ruhig gestaltetes Schaufenster.

Die Begriffe E-Paper und E-Ink meinen dieselbe Technik. E-Ink ist der Name eines bekannten Herstellers.

Sechs Farben statt Millionen

Die heutigen farbigen Anzeigen kennen sechs Farben: Schwarz, Weiß, Rot, Gelb, Blau und Grün. Ein Foto mit weichen Verläufen muss dafür umgerechnet werden. Die Zwischentöne entstehen aus einem feinen Muster der sechs Farben. Gestaltungen mit klaren Flächen, kräftigen Farben und großer Schrift sehen deshalb besser aus als ein umgerechnetes Produktfoto.

Drei Größen

Die Kapaso GmbH bietet E-Paper-Anzeigen in drei Größen an und bespielt sie aus ihrer Digital-Signage-Software AIO Hub:

  • 10 Zoll, 1600 × 1200 Bildpunkte: für Regal, Preisschild und Türschild.
  • 13,3 Zoll, 1600 × 1200 Bildpunkte: als Menükarte, Infotafel oder Thekenschild.
  • 31,5 Zoll, 2560 × 1440 Bildpunkte: anstelle eines Plakats im Schaufenster oder als Wegweiser.

Die Geräte nennt der Hersteller auf Anfrage.

Wie ein neues Bild auf das Schild kommt

Das Bild wird in der Verwaltung eingeplant wie für jeden anderen Bildschirm, mit Datum und Uhrzeit. Das Schild wacht auf, holt sich per WLAN, was neu ist, zeigt zur geplanten Zeit das passende Bild und schläft wieder ein. Bilder, die sich nicht geändert haben, lädt es nicht erneut. Ist das WLAN nicht erreichbar, bleibt der zuletzt geladene Inhalt stehen. Eingerichtet wird das Schild über einen eigenen Hotspot, dessen Zugang als QR-Code auf dem Display erscheint.

Die Software rechnet Bilder für die sechs Farben um, bevor sie zum Schild gehen.

Wofür es sich eignet

  • Wochenangebote und Preisinformationen, die sich zu festen Zeiten ändern
  • Regalhinweise und Abteilungsschilder
  • das Motiv im Schaufenster, das bisher ein gedrucktes Plakat war
  • Öffnungszeiten und Hinweise an der Tür

Wofür nicht

E-Paper zeigt Standbilder. Videos, Laufschrift und Animationen sind nicht möglich, und ein Bildwechsel dauert spürbar länger als auf einem Bildschirm. Wer Bewegung braucht, etwa für Werbung, die Aufmerksamkeit aus der Entfernung holen soll, nimmt einen Bildschirm. Wer im Dunkeln gelesen werden will, braucht eine Lichtquelle, denn das Schild leuchtet nicht.

Die Entscheidung

Die Frage lautet weniger „Bildschirm oder E-Paper“ als „Was ändert sich hier, und wie oft?“. Ändert sich ein Text ein- bis zweimal am Tag und soll er ruhig dastehen, spricht das für E-Paper. Soll sich etwas bewegen oder im Minutentakt wechseln, spricht es dagegen. In vielen Läden wird beides nebeneinander hängen.

Angaben zu den Anzeigen stehen auf aio-player.de.

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