TechnikEditor
Ein Projekt trägt die Anordnung für Quer-, Hoch- und Quadratformat
Im Stage Builder merkt sich jedes Element seine Position je Format. Inhalte werden einmal gepflegt, der Export wählt die passende Anordnung nach dem Seitenverhältnis.
Kapaso-Lösung: Der Stage Builder stammt vom Herausgeber dieses Magazins.

In vielen Häusern hängen Bildschirme in mehr als einem Format. Die Stele im Eingang steht hochkant, der Monitor am Empfang hängt quer, im Schaufenster sitzt ein quadratisches Display. Für die Redaktion heißt das meist: drei Dateien, dreimal dieselbe Preisänderung, dreimal die Gefahr, eine zu vergessen. Je mehr Standorte dazukommen, desto öfter zeigt ein Bildschirm den Stand von letzter Woche.
Der Stage Builder der Kapaso GmbH, ein Editor für Bildschirminhalte im Browser, löst das über das Projekt selbst. Jedes Element merkt sich seine Position je Format.
Inhalt einmal, Anordnung je Format
Ein Projekt kennt die Formate 16:9, 9:16 und 1:1, dazu eigene Formate, etwa eine schmale Leiste. Text, Bild oder Preis werden einmal gepflegt. Wo das Element steht und wie groß es ist, legt der Gestalter je Format fest. Ein eigenes Format übernimmt zunächst die Anordnung des Standardformats mit dem nächstliegenden Seitenverhältnis.
Beim Export gibt es zwei Wege. „Auto (responsiv)“ liefert ein Paket, das am Bildschirm die Anordnung nach dem Seitenverhältnis wählt. Ein festes Format erzwingt genau dieses eine Layout.
Das ist weniger, als der Begriff „responsiv“ aus dem Webdesign verspricht: Der Editor baut ein Querformat nicht von selbst zum Hochformat um. Die Anordnung je Format gestaltet ein Mensch, und zwar einmal. Automatisch ist nur die Auswahl.
28 Element-Arten im AIO Hub
Im Editor des AIO Hub, des Digital-Signage-CMS von Kapaso, stehen 28 Element-Arten bereit. Die eigenständige Fassung des Stage Builder hat 27; ihr fehlt das Element für Power-BI-Berichte, das den Hub braucht. Zur Auswahl gehören unter anderem:
- Texte, Bilder, Videos, Dokumente und Flächen
- Wetter, Uhr, Countdown, QR-Code und Laufband
- Menüboard, Tabelle und Kachelmenü
- Abfahrtsmonitor und Nachrichten-Feed
- drei Kalender-Elemente: Raumanzeige, Agenda und Dashboard
Elemente lassen sich mit einer Quelle verbinden, etwa einem Tabellenblatt, einer Excel-Mappe, einem Nachrichten-Feed oder einem Kalender. Ändert sich die Quelle, ändert sich die Anzeige.
Wer nicht gestalten soll, füllt Vorlagen aus: Der Gestalter gibt Felder frei, Redakteure tragen Text und Bild ein. Rechte lassen sich je Benutzer oder Gruppe bis zur einzelnen Element-Art vergeben. Wird einer Rolle der Editor im Hub freigeschaltet, beginnt sie mit einer vorsichtigen Auswahl von 14 Element-Arten.
„Die Auszubildende am Empfang muss einen Bildschirm ändern können, nicht nur der IT-Leiter. Daran messen wir den Editor.“
So beschreibt Mohammad Kabiri Hamedani, Geschäftsführer der Kapaso GmbH, das Ziel.
Wo die Grenzen liegen
Der Stage Builder exportiert als .wgt-Paket, als HTML oder als PNG. Die .wgt-Pakete spielen der AIO Player unter Android und der Windows-Player WAIO ab, HTML läuft im Browser. Für ältere Android-Geräte gibt es eine eigene Export-Einstellung. Eine Zusage für Player anderer Hersteller ist das nicht; dort entscheidet, ob das Gerät diese Formate abspielt.
Eine Änderung steht nach dem Veröffentlichen nicht im selben Augenblick auf dem Bildschirm. Im AIO Hub fragen die Player in einem festen Takt nach, der in der Regel zwischen 30 Sekunden und 15 Minuten liegt, und holen die neue Fassung beim nächsten Abruf.
Den Editor gibt es eigenständig, mit eigener Benutzerverwaltung und einer Galerie von 44 fertigen Projekten. Im AIO Hub ist er bereits enthalten.
Weitere Informationen: stage-builder.com


