Glossar A–ZBuchstabe W
Werbedruck
Werbedruck beschreibt, wie intensiv eine Zielgruppe in einem Zeitraum mit einer Werbebotschaft in Berührung kommt.
Er ergibt sich aus Reichweite und Häufigkeit der Kontakte. Gemessen wird er oft in Bruttokontakten oder Gross Rating Points.
In der Praxis entscheidet der Werbedruck darüber, ob eine Botschaft im Gedächtnis bleibt. Zu wenig Druck verpufft, zu viel kann nerven. Bei Bildschirmnetzen steuert man ihn über die Zahl der Standorte, die Häufigkeit in der Schleife und die Laufzeit. Ein Beispiel: Ein Motiv, das in einer zwei Minuten langen Schleife einmal läuft, erzeugt an einem Ort mit langer Verweildauer, etwa im Wartezimmer, mehr Wiederholungen pro Person als an einer Durchgangsstelle.
Hoher Werbedruck ist nicht immer das Ziel. An Orten, an denen Menschen lange verweilen, wirkt dieselbe Botschaft im Dauerlauf schnell aufdringlich und kann das Umfeld stören. Betreiber sollten Werbedruck zusammen mit Verweildauer und Schleifenlänge betrachten und Wiederholungen bei Bedarf begrenzen. Der Anteil an der gesamten Werbezeit eines Ortes ist eine verwandte, aber andere Größe: der Share of Voice.