Glossar A–ZBuchstabe Y
Yield Management
Yield Management ist die Steuerung von Preisen und Verkaufswegen mit dem Ziel, aus einem begrenzten Werbeinventar einen möglichst hohen Erlös zu erzielen.
Der Begriff stammt aus Branchen mit fester Kapazität wie Hotels und Luftfahrt. Bei Bildschirmnetzen ist die Kapazität die Werbezeit in den Schleifen.
In der Praxis entscheidet der Betreiber, welche Plätze direkt verkauft, welche über private Absprachen und welche in offenen Auktionen angeboten werden, und zu welchen Preisen. Gefragte Zeiten und Standorte werden teurer angeboten, schwächere gebündelt oder günstiger. Ein Beispiel: Die Plätze am Freitagnachmittag im Einkaufszentrum gehen vorrangig an Direktkunden zu festen Preisen; was übrig bleibt, geht mit einem Mindestpreis in die Auktion.
Yield Management braucht gute Daten: Auslastung, erzielte Preise und Nachfrage je Zeit und Standort. Ein zu hoher Mindestpreis lässt Plätze leer, ein zu niedriger verschenkt Erlös und kann Direktkunden verärgern, wenn sie anderswo billiger einkaufen können. Betreiber sollten zudem darauf achten, dass Füllinhalt und Eigenwerbung nicht verdrängt werden, wenn sie für den Ort wichtig sind.