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Instore Retail Media: Was die Prognose für Filialen heißt
Agenturen erwarten für 2027 das stärkste Wachstum bei Werbung im Laden. Für Filialleiter und Retail-Marketing zählt, was daraus im Alltag der Fläche folgt.

Was passiert ist
Das Fachmedium invidis (Autor: Valentin Klaß) berichtet über den „Trendmonitor Retail Media 2026“, eine Befragung von Fachleuten aus Agenturen und Vermarktern, die nach Angabe des Artikels die Working Group „Die Mediaagenturen“ im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) durchgeführt hat. Danach soll Instore Retail Media, also Werbung im Laden, 2027 stärker wachsen als jeder andere Bereich des Kanals: 21 Prozent mehr Umsatz als 2026. Für Offsite nennt der Artikel 20 Prozent, für Onsite 11 Prozent, für Retail Media insgesamt 15 Prozent und für den digitalen Werbemarkt 8 Prozent. Die Prognose für 2026 hatte vor einem Jahr bei 12 Prozent gelegen.
Was das für Betreiber von Bildschirmen bedeutet
Eine Prognose von Agenturen ist keine Zusage für Ihre Filiale. Die Zahlen beschreiben Erwartungen der Befragten für den Markt. Wie viele Personen antworteten und wann, nennt der Artikel nicht; die Studie selbst ist dort nicht verlinkt. Ob und wann eine einzelne Filiale davon etwas sieht, sagt die Meldung nicht.
Die Wünsche der Befragten zeigen, wo es hakt. Laut Artikel sehen die Agenturen die größte Lücke bei der Frage, wie viel Umsatz eine Kampagne zusätzlich bringt; hier wollen 82 Prozent nachbessern. Mehr Einblick in Händlerdaten wünschen sich 65 Prozent, und 59 Prozent bemängeln, dass jeder Händler eigene Technik einsetzt.
Was Filialen und Retail-Marketing vor einem Start klären können (Einschätzung der Redaktion, nicht Aussage der Quelle):
- Fläche. Welche Bildschirme stehen wo, welche Größe und Ausrichtung haben sie, und welche davon darf überhaupt fremde Werbung zeigen? Ohne diese Liste kann niemand ein Angebot prüfen.
- Zeit. Wie viele Sekunden pro Schleife sind für Werbung vorgesehen, und was läuft in der übrigen Zeit? Eigene Aktionsinhalte der Filiale sollten Vorrang haben.
- Nachweis. Wenn die Branche mehr Messung der Wirkung will, stellt sich vorab die Frage, was die Filiale selbst liefern kann: Laufzeitnachweise je Bildschirm, Kassendaten nur in der Form, die intern erlaubt ist.
- Technik. Wenn jeder Händler eigene Technik hat, hilft eine kurze Beschreibung der Schnittstellen: Wie kommen Inhalte auf die Geräte, wer pflegt sie, wer reagiert bei einem Ausfall?
- Zuständigkeit. Wer in der Filiale darf Kampagnen freigeben oder stoppen, zum Beispiel bei einem Konflikt mit einer Aktion vor Ort?
- Datenschutz. Sobald Kamera-, Kassen- oder Standortdaten ins Spiel kommen, ist der Weg dieser Daten zu klären. Dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung.
Was die Quelle nicht sagt: Sie nennt weder Befragtenzahl noch Befragungszeitraum, keine Zahlen zu einzelnen Händlern oder Formaten und nichts zu Erlösen je Filiale. Der Anstieg von 12 auf 21 Prozent zeigt eine veränderte Erwartung, keine gemessene Entwicklung.
Wer eine Flächenliste und eine Rückfrageliste vorbereitet hat, kann Angebote sachlich vergleichen, ohne sich auf Prozentzahlen stützen zu müssen. Das ist eine Einschätzung der Redaktion.
Herausgeber dieses Magazins ist die Kapaso GmbH, die Software für solche Bildschirme entwickelt. Der Beitrag beschreibt allgemeine Praxis und bezieht sich auf kein Produkt.


