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ArbeitsweltBranche

Werkhalle: Zahlen für die Schicht, kein Ersatz fürs Schild

Was ein Bildschirm in der Produktion zeigen sollte, was er ergänzt und was weiterhin an die Wand gehört.

Von , , 3 Min. Lesezeit

Kapaso-Lösung: AIO Hub stammt vom Herausgeber dieses Magazins.

Hochkant-Bildschirm mit gelb-schwarzen Warnstreifen und sehr großer Ziffer, daneben je drei Sicherheitszeichen an der Hallenwand
Grafik: Kapaso GmbH

In der Halle gelten andere Regeln als im Büro. Es ist laut, es ist hell oder staubig, die Leute stehen in Bewegung und lesen im Vorbeigehen. Ein Bildschirm in der Produktion hat deshalb eine Aufgabe, die sich in einem Satz sagen lässt: Zahlen und Hinweise zeigen, die in der Schicht gebraucht werden, aus zehn Metern lesbar.

Was auf den Bildschirm gehört

  • Stückzahl und Soll der Schicht. Eine Zahl, keine Tabelle.
  • Ausschuss und Stillstand, wenn die Fertigung sie erfasst.
  • Tage ohne Unfall. Eine große Ziffer mit Warnstreifen sagt mehr als ein Bericht.
  • Schichtwechsel: Wer kommt, wer geht, was ist offen.
  • Termine der Woche: Wartung, Begehung, Besprechung.
  • Hinweise aus der Betriebsführung, kurz und ohne Fließtext.

Was weiterhin an die Wand gehört

Die Technische Regel für Arbeitsstätten ASR A1.3 beschreibt, wie Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung in Arbeitsstätten funktioniert: durch Sicherheitszeichen, Farbe, Licht- oder Schallsignal, mündliche Verständigung oder Handzeichen. Nutzt der Arbeitgeber die Zeichen wie vorgesehen, kann er davon ausgehen, dass er die Vorgaben zur Kennzeichnung erfüllt.

Ein Bildschirm ist in dieser Aufzählung nicht vorgesehen. Daraus lässt sich vorsichtig schließen: Rettungswege, Verbots-, Warn- und Gebotszeichen, Feuerlöscher und Erste Hilfe bleiben dort, wo sie sind. Ein Display kann sie ergänzen, etwa mit einer Erinnerung an die Brandschutzordnung, aber nicht ersetzen. Das ist eine Einordnung der Redaktion; verbindlich sind die Regel selbst und die Fachkraft für Arbeitssicherheit. Dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung.

Lesbarkeit ist hier Sicherheit

  • Kontrast vor Farbe. Gelb auf Schwarz, Weiß auf Dunkelblau. Rot auf Grün lesen manche gar nicht.
  • Ziffern groß, Text kurz. Wenn die Zahl die ganze Breite füllt, ist sie von weitem lesbar.
  • Kein Ton. In der Halle gibt es Lärm, und ein Signal vom Bildschirm kann mit anderen Signalen verwechselt werden.
  • Kein Wechsel, wenn es um Gefahr geht. Ein Hinweis, der nur alle 40 Sekunden für 8 Sekunden erscheint, ist keiner.

Wie das mit dem AIO Hub aussieht

Der AIO Hub von Kapaso bringt seit Fassung 6.1.0 (seit dem 3. Oktober 2026 beim Hersteller im Betrieb) 20 Standardvorlagen mit. Zwei passen in die Halle: „Unfallfrei seit … Tagen“ mit Warnstreifen oben und unten, einer Zahl, die so groß ist wie die Leinwand breit, und einer Karte mit drei Regeln, und „Kennzahlen des Monats“ mit einem Säulendiagramm je Kalenderwoche, einem Ring und drei großen Zahlen. Beide gibt es als Hoch- und Querformat.

Zahlen aus Excel, etwa die Stückzahlen der Woche, lassen sich als Datei hochladen; der Hub macht daraus ein PDF. Berichte aus Power BI kann der Hub in den Bildschirm einbinden, wenn jemand sie dafür einrichtet.

Die Grenzen: Die Zahl in der Vorlage trägt jemand ein oder ersetzt sie über eine Schnittstelle; eine automatische Zählung der unfallfreien Tage gehört nicht zur Vorlage. Der Hub zeigt keine Daten aus Maschinen, wenn sie ihm niemand liefert. Der Bildschirm bekommt Änderungen beim nächsten Abruf, nicht in Echtzeit. Für Stückzahlen im Sekundentakt ist er nicht gedacht.

Eine Probe

Stellen Sie sich an den Ort, an dem Ihre Leute am häufigsten vorbeigehen. Lesen Sie die Zahl aus zehn Metern. Wenn Sie sie nicht lesen können, lesen es die anderen auch nicht.

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