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Die Wartenummer wandert aufs Handy: Push und SMS im Vergleich

Wer nicht im Wartezimmer sitzen muss, wartet entspannter. Zwei Wege, Besucher beim Aufruf zu erreichen, und was jeder davon voraussetzt.

Von , , 3 Min. Lesezeit

Kapaso-Lösung: KAS Control stammt vom Herausgeber dieses Magazins.

QR-Muster, Pfeil zu einem Smartphone mit Wartenummer und drei Punkten für die Wartenden vor Ihnen
Grafik: Kapaso GmbH

In vielen Wartebereichen gilt eine stille Regel: Wer den Raum verlässt, verpasst seinen Aufruf. Also bleiben alle sitzen, auch wenn vor ihnen noch zwanzig Nummern liegen. Ein Aufrufsystem, das die Nummer aufs Handy bringt, hebt diese Regel auf. Wie das im Aufrufsystem KAS Control von Kapaso gelöst ist, zeigt dieser Überblick.

Der Weg auf das Handy

Auf dem Bon und auf der Wandanzeige steht ein QR-Code. Wer ihn mit der Kamera öffnet, landet in einer Ansicht im Browser. Eine App wird nicht installiert, ein Konto nicht angelegt. Fällt der Touchscreen oder der Drucker aus, ziehen Besucher ihre Nummer über den Code auf der Wandanzeige direkt am eigenen Telefon.

Was das Handy zeigt

Groß steht die Zahl der Personen, die noch vor einem sind. Sie ist die verlässlichste Angabe, weil sie gezählt und nicht geschätzt wird. Dazu kommen eine ungefähre Wartezeit und, falls hinterlegt, der Lageplan des Wartebereichs.

Zwei Wege, zwei Voraussetzungen

Beim Aufruf soll sich das Telefon melden, auch wenn es in der Tasche steckt. Dafür gibt es zwei Wege:

  • Push aus dem Browser. Kostet nichts und ist sofort da. Auf Android kommt die Meldung auch bei geschlossenem Browser. Auf dem iPhone erst, nachdem die Seite einmal zum Home-Bildschirm hinzugefügt wurde. Das ist der Schritt, an dem Besucher am häufigsten Hilfe brauchen.
  • SMS. Erreicht jedes Telefon, auch ohne mobiles Internet. Der Versand läuft über einen SMS-Dienst oder eine eigene Schnittstelle des Betreibers und wird nach Verbrauch berechnet.

Push ist der Regelfall. SMS lohnt sich dort, wo viele Besucher ältere Telefone haben oder den Zwischenschritt auf dem iPhone nicht gehen.

Wer die Telefonnummer sieht

Für Push braucht es keine Telefonnummer. Für SMS trägt der Besucher sie selbst auf seinem eigenen Gerät ein, freiwillig. Sie wird nicht am Touchscreen abgefragt und nicht vom Personal notiert. Der Betreiber kann einstellen, dass personenbezogene Angaben beim Abschluss des Vorgangs gelöscht werden; die Zeiten für die Auswertung bleiben erhalten. Unabhängig davon leert das System Name und Telefonnummer seit Fassung 1.3.5 nach einer Frist von selbst, in der Vorgabe nach 30 Tagen; die Frist lässt sich je Firma ändern.

Was der Betrieb beachten sollte

  1. Den QR-Code dort zeigen, wo gewartet wird. Auf der Wandanzeige nützt er auch denen, die den Bon schon eingesteckt haben.
  2. Den iPhone-Schritt erklären. Ein Satz am Touchscreen oder auf dem Bon genügt.
  3. Entscheiden, ob SMS nötig ist. Push kostet nichts; jede SMS kostet.
  4. Die Löschung einstellen. Was nicht gespeichert wird, muss niemand schützen.

Läuft das System auf einem eigenen Server ohne Internetverbindung, funktionieren Touchscreen, Wandanzeige und Aufruf weiter. SMS und Push-Meldungen aufs Handy entfallen dann, denn beide brauchen den Weg nach außen.

Eine Grenze bleibt: Wer kein Smartphone hat, wartet wie bisher mit dem Bon in der Hand und achtet auf Anzeige und Ansage. Der Aufruf aufs Handy ersetzt die Wandanzeige nicht, er ergänzt sie.

Weitere Angaben stehen auf kascms.de.

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