Glossar A–ZBuchstabe G
Geofencing
Geofencing legt einen virtuellen Zaun um einen Ort und löst eine Aktion aus, wenn ein Gerät diesen Bereich betritt oder verlässt.
Der Zaun wird über Koordinaten und einen Radius oder eine Fläche auf der Karte festgelegt. Die Ortung kommt meist von Mobiltelefonen.
Im Umfeld von Bildschirmnetzen gibt es zwei Anwendungen. Erstens können Werbetreibende Telefone, die in der Nähe eines Bildschirms waren, später auf dem Handy erneut mit Werbung ansprechen. Zweitens nutzen Wirkungsstudien Geofences um Bildschirme und Geschäfte, um zu zählen, wie viele Telefone erst am Bildschirm und dann im Laden registriert wurden. Ein Beispiel: Ein Zaun von 100 Metern um einen Bildschirm und einer um die nächste Filiale.
Geofencing ist so genau wie die Ortung der Geräte, und die schwankt stark. Ein zu großer Zaun erfasst Menschen, die den Bildschirm nie gesehen haben. Außerdem beruht das Verfahren auf Standortdaten von Telefonen, für die eine tragfähige Rechtsgrundlage nötig ist, meist eine Einwilligung in der jeweiligen App. Betreiber sollten bei Studien nach Zaungröße, Datenquelle und Vergleichsmaßstab fragen. Vom Geotargeting unterscheidet sich Geofencing dadurch, dass es an das Betreten eines Bereichs gebunden ist.