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Zielgruppenerkennung (Kamera)
Zielgruppenerkennung bezeichnet Systeme, die mit einer Kamera am Bildschirm und einer Auswertungssoftware erfassen, wie viele Menschen vor dem Display stehen, wie lange sie hinsehen und welcher Gruppe sie vermutlich angehören.
Geschätzt werden etwa Altersspanne oder Geschlecht. Manche Systeme wählen daraufhin passende Inhalte aus.
In Werbenetzen sollen solche Systeme belegen, wie viele Menschen einen Inhalt tatsächlich gesehen haben, und Kontakte genauer zählen. Im Handel dienen sie dazu, Inhalte auf die Menschen vor dem Bildschirm abzustimmen. Viele Anbieter betonen, dass Bilder nur im Gerät ausgewertet und nicht gespeichert werden. Die Ergebnisse sind Schätzungen mit Fehlern, keine Gewissheit.
Betreiber sollten vor dem Einsatz die rechtliche Seite klären: Eine Kamera im öffentlich zugänglichen Raum berührt das Datenschutzrecht, verlangt in der Regel Hinweisschilder und oft eine Abschätzung der Folgen. Je nach Funktion kann zusätzlich die KI-Verordnung Pflichten auslösen. Erfasst die Kamera Beschäftigte, ist die Mitbestimmung des Betriebsrats zu beachten. Eine Kamera, die nichts speichert, ist nicht automatisch unbedenklich.